Das Wichtigste über Naturschutzgebiet Valderejo

  • • Größte Geier-Bussard-Kolonie Euskadis auf Kalkfelsen bis zu 200 m Höhe brütend
  • • Schlucht des Río Purón (Fluss Purón): 6 km Tour zwischen Kalkfelsenwänden mit Wasser-Echo
  • • Verlassene Dörfer Ribera und Villamardones mit Steinmauern und intakten Getreidesilos
  • • Atlantischer Buchen- und Quejigo-Wald neben mediterranen Kork-Eichenbeständen im selben Tal
  • • Keine Mobilfunkabdeckung oder nächtliche Beleuchtung: echte Ablenkung nur 1 Stunde von Bilbao entfernt

Beschreibung

Der Naturschutzpark Valderejo erstreckt sich über 3.496 Hektar im westlichsten Teil der Gemeinde Valdegovía in der Provinz Álava. Im Jahr 1992 als erster Naturschutzpark des Baskenlandes (País Vasco) ausgewiesen, ist das Tal von Valderejo ein fast menschenleeres Gebiet —nur Lalastra bewahrt eine stabile Bevölkerung, während Ribera, Villamardones und Lahoz vor Jahrzehnten verlassen wurden— und diese Abwesenheit menschlicher Einflüsse hat es ermöglicht, dass der Wald die Hänge mit einer Dichte und Reife wieder besiedelt, die an der kantabrischen Küste selten sind. Vom Talgrund aus wird die Stille nur vom Grollen des Río Purón (Fluss Purón) und dem Gleiten der Geier über den Kalkfelsen unterbrochen.

Die Landschaft kombiniert atlantischen und mediterranen Wald je nach Ausrichtung. Die schattigen Hänge sind mit Buchenwäldern und Eichenbeständen aus Quejigo bedeckt, die gut gewachsen sind, mit Unterholz aus Haselnuss, Eibe und Zedern. Auf den sonnigen Hängen und in den tieferen Lagen findet sich der Kork-Eichenwald, begleitet von wildem Fichtenwald in den Übergangszonen. Die Talböden bewahren Ufervegetation mit Weiden, Ulmen und Pappeln am Purón. Das Mischklima —kantabrisch vom Norden, mediterran vom Süden— erzeugt eine pflanzliche Vielfalt, die sich im Kontrast zwischen Hängen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt zeigt.

Die auffälligste Tierwelt ist der Geier-Bussard-Kolonie, die größte in Euskadi, die auf den Kalkfelsen des Purón-Schluchten brütet. Der Zugang zu den oberen Bereichen des Parks ist während der Brutzeit eingeschränkt, um die Vögel nicht zu stören. Neben dem Geier vervollständigen der Alimoche (Adler), der Adler und der Habicht die Greifvogel-Community. Unter den Säugetieren sind der Wildkatze, der Hirsch und das Eichhörnchen übliche Bewohner. Der Fluss Purón beherbergt in den gut erhaltenen Abschnitten Forellen und einheimische Krebse.

Das Wegenetz des Parks verfügt über neun markierte Routen. Die Route durch die Schlucht des Río Purón (Fluss Purón) ist die bekannteste: sie führt etwa 6 Kilometer lang zwischen Kalkfelsenwänden von bis zu 200 Metern Höhe, mit Passagen zwischen Blöcken, wo der Fluss seine Richtung ändert und das Echo den Wassergeräusch verstärkt. Die gesamte Strecke (Hin- und Rückweg) dauert etwa 4 Stunden und hat eine moderate Schwierigkeit. Weitere Routen verbinden die verlassenen Dörfer Ribera und Villamardones, wo Steinmauern und Reste von Getreidesilos das landwirtschaftliche Leben bezeugen, das dieses Tal bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unterhielt. Der Weg zum Portillo de Lerón bietet Ausblicke auf das Ebro-Tal vom südlichen Rand des Parks aus.

Das Interpretationszentrum in Lalastra ist der Startpunkt für alle Touren und bietet eine permanente Ausstellung über Geologie, Tierwelt und Geschichte des Tals. Das Gebäude beherbergt ein restauriertes altes Dorfhaus und verfügt über Parkplätze. Valderejo fungiert als Ziel zur Ablenkung: ohne Mobilfunkabdeckung in weiten Teilen des Parks, ohne nächtliche Beleuchtung und mit geringer Besucherzahl selbst in der Hauptsaison. Die Erfahrung ist die eines Tals, das die Zeit zurückgelassen hat und das die Natur Schritt für Schritt wieder erobert.

Praktische Informationen zu Naturschutzgebiet Valderejo

Alles, was du für deinen Besuch in Naturschutzgebiet Valderejo wissen musst

So kommst du hin
Von Bilbao aus: N-625 durch den Pass von Orduña und A-2622 bis Villanueva de Valdegovía, dann A-4338 bis Lalastra (1 Stunde 15 Minuten). Von Vitoria-Gasteiz aus: über die A-2622 und A-4338 bis Lalastra (ca. 50 Minuten). Es gibt keinen direkten öffentlichen Verkehr zum Park; der Zugang erfolgt nur mit eigenem Fahrzeug.
Bereichsinformationen
Das Interpretationszentrum in Lalastra ist der einzige Servicepunkt innerhalb des Parks, mit Ausstellung, Toiletten und Parkplatz. Es gibt keine Geschäfte oder Restaurants im Park. Landunterkünfte verfügbar in Lalastra und Villanueva de Valdegovía. Die Gemeinde Salinas de Añana, 25 km entfernt, bietet Gastronomie und historische Salzwerke.
Geografie
Geschlossenes Tal am Südhang der Sierra de Árcena, zwischen 600 und 1.200 m Höhe. Kalkgestein mit entwickeltem Karst. Der Fluss Purón entwässert das Tal nach Süden durch ein Schlucht mit vertikalen Wänden bis zu 200 m. Grenze zur Provinz Burgos im Süden.
Flora & Fauna
Eichenwälder und Kastanienhaine in schattigen Lagen, Kiefernbestände in sonnigen Lagen, Wildkiefer an Übergangszonen. Flussufer: Weide, Esche, Pappel. Fauna: Adlerbussard (größte Kolonie im Baskenland), Geier, Königskauz, Sperber, Wildkatze, Reh, Eichhörnchen. Fluss: Bachforelle und einheimischer Krebs.

Aktivitäten in Naturschutzgebiet Valderejo

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Sehenswürdigkeiten in Naturschutzgebiet Valderejo

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Unterkünfte in Naturschutzgebiet Valderejo

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Häufig gestellte Fragen zu Naturschutzgebiet Valderejo

Hole Antworten zu Naturschutzgebiet Valderejo

Sí. Valderejo alberga la mayor colonia de buitre leonado de Euskadi, con decenas de parejas que crían en los cortados del desfiladero del Purón. Los buitres son visibles la mayor parte del año sobrevolando el valle, especialmente durante las horas centrales del día cuando aprovechan las térmicas. Las zonas altas de cría están cerradas al público de enero a agosto para no molestar a las aves.
La ruta completa (ida y vuelta) tiene unos 12 kilómetros y requiere aproximadamente 4 horas. El recorrido es de dificultad moderada, con algunos tramos entre bloques de roca junto al río. El desfiladero tiene paredes de caliza de hasta 200 metros de altura. Es recomendable llevar calzado de senderismo con buena suela, ya que el terreno puede estar húmedo.
Sí, el parque está abierto todo el año. En invierno las temperaturas son frías (mínimas en torno a 0 °C) y puede haber nieve en las cotas altas. La ventaja es que la afluencia de visitantes es mínima y el paisaje del hayedo sin hojas tiene un atractivo propio. Llevar ropa de abrigo, calzado impermeable y provisiones, ya que no hay servicios dentro del parque.
No en la mayor parte del parque. La cobertura es muy limitada o inexistente una vez que te adentras en el valle. Es importante llevar un mapa impreso o descargar las rutas offline antes de llegar. El Centro de Interpretación de Lalastra puede facilitar mapas en papel. Si viajas solo, avisa a alguien de tu itinerario previsto.
Las Salinas de Añana, a unos 25 kilómetros, son un complejo salinero de origen romano con visitas guiadas y tienda de productos de sal. El valle de Valdegovía ofrece iglesias románicas dispersas. Hacia el norte, el desfiladero de Delika y el Salto del Nervión (el salto de agua más alto de la Península con 222 metros) están a unos 30 minutos en coche.