Das Wichtigste über Fuerteventura

  • • Naturschutzgebiet Corralejo-Dünen: 2.668 Hektar Sahara-Sand neben türkisfarbenem Wasser
  • • Strände Sotavento und El Cotillo: weltweiter Surfen-, Windsurfen- und Kitesurfen-Hauptort
  • • Betancuria: ehemalige Hauptstadt mit normannischer Architektur aus dem 15. Jahrhundert und Kirche Santa María
  • • Marineschutzgebiet Isla de Lobos: 700 Hektar geschützte Meeresböden mit Meerbarschen und Schildkröten
  • • Majorer Käse DOP: handwerklicher Ziegenkäse, international preisgekrönt

Beschreibung

Fuerteventura ist die älteste Insel der Kanarischen Inseln mit über 20 Millionen Jahren geologischer Geschichte, die vom Wind und dem Ozean geformt wurde. Als 2009 von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen, präsentiert diese Insel von 1.659 km² eine Landschaft, die eher afrikanisch als europäisch wirkt: aride Ebenen mit erloschenen Vulkanen, tiefe Schluchten und über 150 Kilometer Strände, die vom goldenen Sand von Corralejo bis zu den dunklen Buchten von Ajuy reichen.

Der erste Eindruck beim Ankommen ist das Licht. Eine klare, fast mineralische Helligkeit, die auf die Dünen des Naturparks Corralejo prallt – 2.668 Hektaren Sand, die der Wind über Jahrtausende aus dem Sahara transportiert hat – und das Meer in türkisfarbenes Kristallwasser verwandelt. Diese Dünenlandschaft, eines der einzigartigsten Ökosysteme Europas, beherbart endemische Arten wie die kanarische Hubara (Chlamydotis undulata fuertaventurae), deren Population laut Daten der Regierung der Kanarischen Inseln auf nur etwa 200 Exemplare geschätzt wird.

Aber Fuerteventura ist nicht nur Strand. Das Innere offenbart eine Insel voller Kontraste: die vulkanischen Malpais-Landschaften im Zentrum, wo verfestigte Lava seltsame Formen schafft; den Berg Tindaya (400 m), der für die alten Mahos heilig war und mit podomorphen Felszeichnungen bedeckt wurde; sowie die Dörfer Betancuria und Pájara, wo die traditionelle kanarische Architektur auf normannische Einflüsse trifft, die von den Eroberern des 15. Jahrhunderts gebracht wurden.

Das Meer ist die Seele Fuerteventuras. Die Bedingungen mit konstantem Wind und starkem Wellengang haben es zu einem der wichtigsten Surf-Ziele Europas gemacht. Der Strand El Cotillo beherbart internationale Surfwettbewerbe, während die Gewässer von Sotavento auf der Halbinsel Jandía üblicherweise Schauplatz des Weltmeisterschafts im Windsurfen sind. Unter der Oberfläche schützt das Meeresreservat der Insel Lobos 700 Hektaren Meeresboden, auf dem Barsche, Mantas und grüne Meeresschildkröten schwimmen.

Die Majorera-Kultur – die Bezeichnung für die Einwohner Fuerteventuras – ist untrennbar mit der Ziege verbunden. Der Majorera-Käse, seit 1996 mit geschützter Herkunftsbezeichnung, wird aus roher Ziegenmilch von Majorera-Ziegen hergestellt und wurde wiederholt beim World Cheese Awards ausgezeichnet. Die über die Insel verstreuten Getreidemühlen, viele restauriert, erinnern an eine Zeit, als Fuerteventura das Kornspeicher der Kanarischen Inseln war.

Für aktive Besucher bietet die Insel ein Netz von Wanderwegen, die Schluchten wie die de las Peñitas durchqueren, wo ein schmaler Felsengang zu einer Kapelle führt, die zwischen Basaltwänden versteckt liegt. Der GR 131, der große Rundweg der Kanarischen Inseln, quert Fuerteventura von Nord nach Süd über 155 Kilometer und verbindet Vulkane, Palmenhaine und Aussichtspunkte mit Blick auf den benachbarten afrikanischen Kontinent, der an klaren Tagen nur 97 Kilometer entfernt sichtbar ist.

Fuerteventura lädt ein, das Tempo zu verlangsamen, sich vom Alisio-Wind wiegen zu lassen, der die endlosen Strände kämmt, und zu entdecken, dass unter ihrer scheinbaren Aridität ein zerbrechliches und faszinierendes Ökosystem pulsiert, das mit Ruhe und Respekt erkundet werden verdient.

Praktische Informationen zu Fuerteventura

Alles, was du für deinen Besuch in Fuerteventura wissen musst

So kommst du hin
Direktflüge zum Flughafen Fuerteventura (FUE) von der Iberischen Halbinsel und Europa. Fähre von Lanzarote (Playa Blanca-Corralejo, 25 Min.) und Gran Canaria (Las Palmas-Puerto del Rosario, 2-6 Std.). Stadtbus-Verbindungen mit TIADHE.
Bereichsinformationen
Fläche: 1.659 km² (zweitgrößte Kanarische Insel). Bevölkerung: ~120.000 Einwohner. Hauptgemeinden: Puerto del Rosario (Hauptstadt), La Oliva, Antigua, Tuineje, Pájara und Betancuria. Tourismus und Ziegenhaltung als Wirtschaftsmotoren.
Geografie
Insel von 1.659 km² mit sanftem Relief und langgestrecktem Profil (Nord-Süd). Höchster Punkt: Pico de la Zarza (807 m) in Jandía. Dominieren aride Ebenen, vulkanische Malpays, erosionierte Schluchten und ausgedehnte Sandstrände. Nur 97 km von der afrikanischen Küste entfernt.
Flora & Fauna
An Aridität angepasste Flora: Tabaibas, Cardones und Aulagas. Besondere Fauna: Kanarische Hubara (gefährdete Art, ~200 Exemplare), Königskuckuck, Morun-Egel und Atlantischer Leguan. Reichhaltige Meeresböden: Meerbarsche, Mantas, grüne Schildkröten und Mulardelfine im Lobos-Schutzgebiet.

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