Colmenar de Oreja ist einer jener Orte, in denen der Wein nicht in einer Halle am Ortsrand liegt, sondern unter den Häusern. Unter der Altstadt, einem geschützten Baudenkmal, wurden Keller in den Kalkstein gegraben — manche aus dem 17., andere aus dem 19. Jahrhundert — und sie werden bis heute zum Ausbau des Weins genutzt. Mehrere Winzerfamilien öffnen sie für Besucher.
Was man sieht
Jedes Weingut zeigt sein Eigenes: die Höhle und die unterirdischen Gänge, den Barriquekeller, die Abfüllung und mitunter den Weinberg. Die Familie oder ihr Team führt, und die Besichtigung endet immer mit einer Verkostung von drei bis fünf Weinen, begleitet von einer Tapa oder einer Speisenbegleitung mit regionalen Produkten.
Dauer
Die Angebote reichen von einem 45-minütigen Rundgang auf eigene Faust mit einem Glas und einer Tapa bis zu anderthalbstündigen Verkostungen mit Speisenbegleitung oder zweistündigen Besuchen samt kommentiertem Spaziergang durch den Ort. Jedes Weingut nennt ihn in seinem Angebot.
Die Herkunftsbezeichnung Vinos de Madrid
Colmenar de Oreja liegt in der Unterzone Arganda, der östlichsten der Herkunftsbezeichnung Vinos de Madrid. Bei den Weißweinen führt die Malvar, bei den Roten der Tempranillo, dazu kommen Airén, Syrah und Cabernet.
Wann hinfahren
Ganzjährig möglich, aber ein Blick auf den Kalender lohnt sich. Manche Weingüter führen nur an Wochenendvormittagen, andere setzen die Besichtigungen im Sommer aus, und einzelne Erlebnisse gibt es nur zur Lese im September, wenn es zum Ernten in den Weinberg geht. Fast alle verlangen eine Voranmeldung und eine Mindestteilnehmerzahl.