Das Wichtigste über Parque Nacional de Timanfaya

  • • Die Vulkanroute im offiziellen Bus: 14 km durch das Malpaís von 1730.
  • • Geothermische Vorführungen auf dem Islote de Hilario mit Dampfgeysiren.
  • • El Diablo: Das von César Manrique entworfene Restaurant mit Erdwärme-Grill.
  • • Eine Dromedar-Reise durch das vulkanische Gelände ab Echadero de Camellos.
  • • Geführte Wanderungen auf den Pfaden Tremesana und Litoral de Tinajo.

Beschreibung

Im Westen von Lanzarote fühlt sich der Parque Nacional de Timanfaya an, als würde man einen anderen Planeten betreten, ohne Spanien verlassen zu müssen. Alles, was Sie hier sehen, wurde aus dem Feuer geboren: Zwischen 1730 und 1736 begruben sechs Jahre aufeinanderfolgender Eruptionen – die größten in der Geschichte der Kanaren – ganze Dörfer unter einer Lavamasse, die wir heute als Malpaís bezeichnen. Die Landschaft besteht aus Schlackenkegeln, Lavaströmen, erstarrten Lavaströmen und schwarzem Vulkangestein bis zum Horizont, auf dem kaum etwas als Pionierpflanzen wie Flechten wächst. Deshalb wird die Region auch als die Feuerberge bezeichnet und die NASA sowie die ESA nutzen sie als Mars-Analog für Forschungsmissionen.

Das Außergewöhnliche ist, dass der Vulkan nicht tot, sondern nur schlafend ist: In wenigen Metern Tiefe erreichen die Gesteine Temperaturen zwischen 100 und 600 °C. Auf dem Islote de Hilario demonstrieren Guides dies täglich – sie gießen Wasser in ein Rohr, das als Geysir wieder herausgeschossen wird, oder halten trockene Äste in eine Spalte, die innerhalb von Sekunden selbstständig entflammen. Direkt dort befindet sich El Diablo, das von César Manrique entworfene Restaurant, in dem Speisen über einem Grill zubereitet werden, der durch die natürliche Erdwärme gespeist wird.

Timanfaya darf nicht auf eigene Faust erkundet werden: Um das Malpaís zu schützen, ist nur eine geführte Tour möglich. Die Ruta de los Volcanes wird mit dem offiziellen Bus des Parks durchgeführt, einer etwa 14 km langen Strecke zwischen Kratern mit Audioguide. Wer mehr Kontakt zur Natur sucht, kann von der Echadero de Camellos aus auf einem Dromedar reiten – eine Tradition alter Lastenträger – oder einen Platz auf den geführten Wanderwegen (Tremesana und Litoral de Tinajo) reservieren, die nur mit begrenzter Teilnehmerzahl und Voranmeldung möglich sind.

Die Umgebung von Lanzarote lädt zu weiteren Entdeckungen ein: La Geria mit seinen Weinbergen, die in Lavahohlräume gepflanzt wurden und den DO Lanzarote hervorbringen, die Salinas de Janubio, das tiefe Grün des Charco de los Clicos in El Golfo und das Erbe von César Manrique, das die gesamte Insel prägt.

Praktische Informationen zu Parque Nacional de Timanfaya

Alles, was du für deinen Besuch in Parque Nacional de Timanfaya wissen musst

So kommst du hin
Lanzarote erreicht man über den Flughafen Arrecife (ACE), der gut an Europa angebunden ist. Von Arrecife sind es etwa 30 km (35–40 Minuten) Fahrt zum Park. Der Zugang erfolgt über die Straße LZ-67 zwischen Yaiza und Tinajo; das Besucherzentrum und der Islote de Hilario sind gut ausgeschildert. Ein Mietwagen wird empfohlen, da der öffentliche Nahverkehr zum Parkeingang begrenzt ist.
Bereichsinformationen
Timanfaya ist das Tor zum faszinierendsten Teil Lanzarotes. In der Nähe liegen Yaiza, eines der gepflegtesten Dörfer, und La Geria mit seinen charakteristischen Weinbergen in Lavahohlräumen. Dort entsteht der DO Lanzarote, der zu einer Verkostung einlädt. Auch die Salinas de Janubio und El Golfo sind nahe. Die lokale Küche bietet Spezialitäten wie Papas Arrugadas mit Mojo oder frischen Fisch.
Geografie
Timanfaya umfasst etwa 51 km² im Westen von Lanzarote, zwischen den Gemeinden Yaiza und Tinajo. Es handelt sich um ein Lavafeld (Malpaís), das durch die Eruptionen von 1730–1736 entstand: über 25 aufgereihte Vulkane, Lavaströme, Schlackenkegel und Lavaröhren. Das Gelände wirkt fast mondähnlich – nacktes Gestein ohne fruchtbaren Boden oder Wasserläufe, was die spärliche Vegetation erklärt.
Flora & Fauna
Das Leben erobert Timanfaya nur sehr langsam. Vorherrschend sind Pionierflechten, die das Gestein grau färben und den ersten Boden bilden. In Randbereichen finden sich an Trockenheit angepasste Pflanzen. Die Tierwelt ist diskret: Felsbewohnende Vögel, Reptilien und spezialisierte Insekten. Der Park schützt ein junges, einzigartiges Ökosystem im Prozess der ökologischen Sukzession.

Aktivitäten in Parque Nacional de Timanfaya

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Sehenswürdigkeiten in Parque Nacional de Timanfaya

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Unterkünfte in Parque Nacional de Timanfaya

Die besten Unterkunftsmöglichkeiten in Parque Nacional de Timanfaya

Häufig gestellte Fragen zu Parque Nacional de Timanfaya

Hole Antworten zu Parque Nacional de Timanfaya

Nein. Zum Schutz des Malpaís ist das Gebiet nur per offizieller Busroute oder auf geführten Wanderungen zugänglich. Eigenmächtiges Wandern ist streng verboten.
Der Eintritt umfasst den Zugang zum Islote de Hilario, die geothermischen Vorführungen und die Vulkan-Busroute. Wanderungen und Dromedarritte sind separat zu buchen.
Die Routen Tremesana und Litoral de Tinajo sind auf eine begrenzte Teilnehmerzahl beschränkt. Eine Voranmeldung beim Park ist besonders in der Hochsaison dringend empfohlen.
Timanfaya ist seit 1736 nicht mehr ausgebrochen, besitzt aber eine starke geothermische Anomalie. In geringer Tiefe herrschen Temperaturen bis zu 600 °C, was täglich demonstriert wird.
Ja. Die Busfahrt und die Geysir-Vorführungen sind faszinierend für Familien. Denken Sie an ausreichend Wasser, Hüte und Sonnenschutz, da es kaum Schatten gibt.