Das Wichtigste über Parque Nacional de Garajonay

  • • Wanderung durch den am besten erhaltenen Lorbeerenwald der Welt
  • • Aufstieg zum Alto de Garajonay mit Blick auf den Teide
  • • Entdeckung der vulkanischen Felsen Agando, Ojila und Zarcita
  • • Erleben des Wolkenmeeres zwischen Riesenfarnen und Moosen
  • • Besuch des Zentrums Juego de Bolas zur Naturkunde

Beschreibung

Im Zentrum von La Gomera ist Garajonay kein gewöhnlicher Wald: Er ist eine Zeitkapsel. Hier überlebt der am besten erhaltene Lorbeenenwald der Welt, ein subtropischer Feuchtwald, der vor Millionen von Jahren weite Teile Südeuropas und des Mittelmeerraums bedeckte. Er blieb nur auf diesen Inseln der Macaronesia erhalten, als die Vergletscherungen ihn auf dem Festland auslöschten. Wanderungen durch seine Pfade sind wie ein Eintritt in eine andere geologische Ära.

Die Magie hat eine physikalische Erklärung: Die feuchten Passatwinde treffen auf den Gipfel der Insel und kondensieren zum berühmten Wolkenmeer. Daraus entsteht der „horizontale Regen“, der Nebel, der von den Blättern tropft und den Wald das ganze Jahr über feucht hält. Das Ergebnis ist eine Welt aus Lorbeeren, Viñátigos, Tiles, Heidekraut und Fayas, geprägt von Riesenfarnen, hängenden Moosen und Flechten, die jeden Ast bedecken. Tiefes Grün, verdrehte Stämme, Stille und Dunst.

Das Dach der Insel ist der Alto de Garajonay (1.487 m): Ein Aussichtspunkt mit 360°-Panorama, von dem aus man an klaren Tagen den Teide über dem Meer zwischen Teneriffa schweben sieht. Über dem Wald ragen die vulkanischen Felsen auf – Agando, Ojila, Zarcita, Carmona – ehemals heilige Orte der Ureinwohner Gomeras und unverwechselbare Postkartenmotive des Parks.

Garajonay erkundet man zu Fuß: Ein Netz aus markierten Wanderwegen verbindet den Wald mit Aussichtspunkten und Erholungsgebieten. Das Besucherzentrum Juego de Bolas in La Palmita (Agulo) erklärt die Geologie, Flora und Kultur der Insel, bevor man tiefer eintaucht. Der Name leitet sich von der Legende von Gara und Jonay ab, zwei Liebenden aus Gomera und Teneriffa, deren Schicksal mit dem Berg verbunden blieb.

Die Insel, die den Park umgibt, ist ebenso einzigartig: Hier wird das Silbo Gomero bewahrt, die Pfeifsprache, mit der Hirten über die Schluchten kommunizierten. Darunter finden sich Terrassenfelder, Palmen für den Palmsaft und Dörfer wie Hermigua, Agulo oder Valle Gran Rey. Ein Nationalpark, der 1986 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Praktische Informationen zu Parque Nacional de Garajonay

Alles, was du für deinen Besuch in Parque Nacional de Garajonay wissen musst

So kommst du hin
La Gomera hat keinen großen Flughafen; üblich ist der Flug nach Teneriffa Süd (TFS) und die anschließende Fähre von Los Cristianos nach San Sebastián de La Gomera (ca. 50 Minuten). Von dort erreicht man den Park über die zentrale Straße GM-2. Ein Mietwagen ist für die Erkundung der Insel und der tiefen Schluchten praktisch unverzichtbar.
Bereichsinformationen
Rund um den Park liegen charmante Dörfer wie San Sebastián, die Hauptstadt, oder das malerische Agulo. Die lokale Gastronomie ist einzigartig: Almogrote (Ziegenkäsepaste), Palmsaft, Käse und Wein. Ein kulturelles Highlight ist das Silbo Gomero, die berühmte Pfeifsprache, die zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
Geografie
Garajonay umfasst das zentrale Hochplateau und die Gipfel von La Gomera, einer kreisförmigen Vulkaninsel der Kanaren. Der Park umfasst etwa 4.000 Hektar Lorbeenenwald und Heideflächen auf einer Höhe von 800 bis 1.487 Metern. Der höchste Punkt ist der Alto de Garajonay. Aus dem Wald ragen vulkanische Dome (Roques) hervor, und tiefe Schluchten ziehen sich radial bis zum Meer hinunter.
Flora & Fauna
Der Lorbeenenwald ist das Prunkstück: Lorbeer, Viñátigo, Tile und Heidekraut bilden zusammen mit Farnen, Moosen und Flechten eine urzeitliche Kulisse. Er ist Lebensraum endemischer Vögel wie der Gomera-Taube und einzigartiger Invertebraten. Der Park ist ein Biosphärenreservat und ein Refugium für Reliktarten, die es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

Aktivitäten in Parque Nacional de Garajonay

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Sehenswürdigkeiten in Parque Nacional de Garajonay

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Unterkünfte in Parque Nacional de Garajonay

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Häufig gestellte Fragen zu Parque Nacional de Garajonay

Hole Antworten zu Parque Nacional de Garajonay

Für eine kurze Route zum Alto de Garajonay reicht ein halber Tag. Um den Park wirklich zu genießen – mit verschiedenen Wanderwegen, dem Besucherzentrum und Aussichtspunkten – sollten Sie einen ganzen Tag oder mehr einplanen.
Es handelt sich um einen subtropischen Feuchtwald, der vor Millionen von Jahren Südeuropa bedeckte. Er überlebte nur in der Macaronesia, und Garajonay bewahrt das beste Beispiel weltweit, was zum UNESCO-Weltnaturerbe führte.
Meist fliegt man nach Teneriffa Süd und nimmt die Fähre von Los Cristianos nach San Sebastián de La Gomera. Von dort erreicht man den Park mit einem Mietwagen über die zentrale Straße GM-2.
Nein, der Zugang zum Nationalpark Garajonay ist frei und kostenlos. Der Park wird über markierte Wanderwege erkundet und bietet Besucherzentren sowie Erholungsbereiche.
Wanderschuhe, warme Kleidung und Regenbekleidung sind wichtig. Der Gipfel ist oft kühl und feucht, selbst wenn es an der Küste sonnig ist. Denken Sie auch an Wasser und die unzuverlässige Mobilfunkabdeckung.